Mario Vargas Llosa

Die jungen Hunde

Erzählung
Cover: Die jungen Hunde
Suhrkamp Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783518422717
Gebunden, 96 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Neu übersetzt aus dem Spanischen von Susanne Lange. Mit Fotografien von Xavier Miserachs. Wie junge Hunde im Käfig der Gesellschaft läßt Mario Vargas Llosa seine jugendlichen Protagonisten aufeinander los. Ihr Leben wird behütet von Bourgeoisie, Kirche und Militär, und doch bricht sich eine unterschwellige Gewalt Bahn. In Peru, das Mario Vargas Llosa bereits verlassen hatte, fiel der Text der Zensur zum Opfer; so war es ein aufstrebender spanischer Verlag in Barcelona, der 1967 die Erstveröffentlichung wagte, versehen mit 35 Schwarzweißfotografien von Xavier Miserachs. Der damals ebenfalls junge katalanische Fotograf hatte sich einen Namen gemacht als Bildeinfänger , und so zog er aus, die vitale Atmosphäre des Romans mit seinem eigenen Blick einzufangen. Entstanden ist ein eindrucksvolles Ensemble aus Text und Bildern, in dem beide für sich stehen können und ihre Ausdruckskraft gegenseitig noch verstärken.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2011

Von illustrierter Literatur hält Jakob Strobel y Serra grundsätzlich zwar denkbar wenig, im Falle dieser symbiotischen Zusammenarbeit macht er aber gern eine Ausnahme - und einen Knicks in Richtung Verlag, der dieses "wunderbare Buch" nach der katalanischen Originalausgabe von 1967 auflegt. Gut gefällt ihm die auch in der "fabelhaften Neuübersetzung" von Susanne Lange ungestüme, temporeiche Sprache, die der Autor dem "zähen Lebensalter" der Adoleszenz entgegen stelle. Die "ungeduldige Ahnung" auf deren Zukunftsverheißungen nehme Xavier Miserach wiederum in seinen Schwarzweißfotografien adäquat in den Blick. Zufrieden schlägt der Rezensent das Buch zu, nicht ohne es abschließend "kurios" zu finden, dass es seinerzeit in Peru nicht an der Zensur vorbeikam.
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