Aus dem Englischen von Manfred Allie. Sechs Freunde brechen 1971 zu einer Kletterexpedition in die Anden auf. Ihr Abenteuer führt sie von Cusco nach Urubamba, weiter nach Puno und Juli zum Titicacasee, wieder hinunter nach Arequipa und zurück nach Lima. Die Reisegruppe besteht aus dem Dichter Robin Fedden und seiner Frau, einem Juwelier aus der Schweiz, einem Anthropologen aus der Provence und einem Gutsherrn aus Nottinghamshire. Die beiden blutigen Anfänger im Klettern sind ein naturliebender britischer Herzog und der Briefeschreiber.
Michael Kohtes freut es enorm, dass dieser große Reiseschriftsteller, der durch seine Wanderung von den Niederlanden nach Konstantinopel 1937 und nicht zuletzt durch seine gegen die Nazis gerichtete Agententätigkeit auf Kreta zu Lebzeiten berühmt war, nun auch mit mehreren Werken im deutschen Sprachraum präsent ist. Nachdrücklich lobt er dafür den Dörlemann Verlag und den Übersetzer Manfred Allie, dessen Übertragung er für ihre Eleganz und Angemessenheit lobt. Fermors Bericht von einer sechswöchigen Reise durch Peru 1970, der in Form von drei Briefen an seine Frau vorliegt, begeistert den Rezensenten durch grandiose Landschaftsbeschreibungen und erhellende Kommentare zu Land, Leuten und Geschichte. Die sensible Aufmerksamkeit des Autors schafft einen eindrucksvollen Bericht, der zwischen Reportage, Anekdotensammlung, Autobiografie und ethnologischem Text changiert, stellt der faszinierte Kohtes fest.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.04.2007
"Stilistische Eleganz und sprachliche Leichtigkeit" bescheinigt Rezensent Georg Sütterlin diesem "Bändchen" des heute 92-jährigen englischen Reiseschriftstellers. Im Unterschied zu anderen Autoren des Genres, deren "Erlebnisdrang" aus Sütterlins Sicht meist größer ist als ihre literarischen Fähigkeiten, sei Patrick Leigh Fermor auch ein "vollendeter Sprachkünstler" gewesen. Deshalb fand der Rezensent diese Schilderung der Reise einer "bunten Gesellschaft" nach Peru - darunter ist neben dem Autor auch ein adliger Historiker, ein bergbegeisterter Architekturliebhaber und Lyriker sowie ein Bijoutier - nicht nur äußerst lehrreich, sondern auch höchst amüsant zu lesen.
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