Umfassend dargestellt findet Rezensent Fritz Klein die Geschichte des Leipziger Institut für Kultur- und Universalgeschichte 1890-1990 in diesem dreibändigen Werk des Historikers Matthias Middell. Ausführlich rekapituliert er Geschichte und Anspruch des Instituts und berichtet über seine wichtigsten Protagonisten. Besonderes Interesse zeigt er für den Gründer Karl Lamprecht und dessen Vorstellung von Welt- und Universalgeschichte sowie für das Institut während des Dritten Reichs und in der DDR. Das Werk hat Klein durch sein "reiches Panorama" von hundert Jahren Weltgeschichtsschreibung beeindruckt. Sein Fazit: "ein überaus anregender Fundus für Historiker im Zeitalter der Globalisierung".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.05.2006
Lehrreich findet Rezensent Wolfgang G. Schwanitz die Jahre 1890-1990 des Leipziger Instituts für Kultur- und Universalgeschichte beschrieben, sowie in seiner Entwicklung durch fünf deutsche Regimes hindurch dargestellt und ausgelotet. Lebhaft stehen in Matthias Middells Darstellung offenbar einstige Protagonisten und Matadoren ebenso auf wie verblichene und immer noch virulente Diskurse. Middell veranschauliche, wie sich das 1909 von Karl Lamprecht entwickelte Institut für Regionalwissenschaften entwickelt und ausdifferenziert hat. Leider scheint der Rezensent ein ausgesprochener Insider zu sein, weshalb seine Gedankenführung für Fachfremde nicht immer ganz nachvollziehbar ist.
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