Sehr lobend bespricht Fritz Klein die Erinnerungen Wolfgang Ruges an sein Exil in der Sowjetunion. Ruge war einer von 6.000 deutschen Antifaschisten, die nach 1933 ins "gelobte Land" des Sozialismus gingen, einer von Tausenden, deren Enthusiasmus an den sowjetischen Realitäten abstumpfte und nach dem sowjetischen Kriegseintritt in sibirischen Lagern erfror. Ein "düsteres Bild" sei es, das Ruge entwerfe, doch zugleich auch ein "farbiges", denn in "anrührend erzählten Episoden" werde nicht allein sein eigener Überlebungskampf, sondern eine "Fülle von Schicksalen" lebendig. Später, berichtet Klein, ging Ruge in die DDR und wurde zu einem wichtigen Historiker und Nationalpreisträger. Wie sich das mit seinen Erfahrungen im großen Bruderland vertrug, darüber hätte Klein gern auch etwas erfahren. Doch das ansonsten gute Buch breche 1956 ab.
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