Peter Bender

Deutschlands Wiederkehr

Eine ungeteilte Nachkriegsgeschichte 1945-1990
Cover: Deutschlands Wiederkehr
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2007
ISBN 9783608944662
Gebunden, 325 Seiten, 23,50 EUR

Klappentext

Wo war eigentlich Deutschland, bevor sich im Oktober 1990 Bundesrepublik und DDR vereinigten? War es nur noch ein Wort oder blieb es eine Kraft? Von der Antwort hängt viel für die Gegenwart ab, die immer häufiger nach Heimat, Nation und Patriotismus fragt. Die Deutschen wollen sich ihrer selbst vergewissern, dafür müssen sie wissen, wie weit sie auf Deutschland bauen können, wenn sie die immer noch fehlende innere Einheit erreichen und zur Nation werden wollen. Anschaulich wird all dies durch die zahlreichen Anekdoten und Geschichten hinter der Geschichte, die der Autor mit den notwendigen Fakten verdichtet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2007

Zurückhaltend äußert sich Rezensent Karl Moersch über Peter Benders Nachkriegsgeschichte Deutschlands. Zwar scheint ihm der Versuch, dem Leser diese Geschichte durch ständigen Vergleich von Ost- und Westdeutschland nahe zu bringen, durchaus begrüßenswert. Allerdings hat diese Methode der Gegenüberstellung seines Erachtens auch Nachteile. Auf die Dauer wirkt dieses Verfahren auf ihn nämlich ziemlich ermüdend. Außerdem stößt es in seinen Augen gerade bei der Darstellung der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse im Westen und im Osten an seine Grenzen. Insgesamt zufrieden ist Moersch mit der Darstellung der Wiedervereinigung. Allerdings hätte er sich hier gelegentlich mehr Informationen gewünscht. Auch bei der Schilderung des Zustandekommes des Grundlagenvertrags zwischen BRD und DDR findet er einige Lücken.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.11.2007

Mit Beifall begrüßt Rezensent Thomas Speckmann diese Geschichte Deutschlands von 1945-1990, die Peter Bender vorgelegt hat. Er zeigt sich höchst angetan von der "intellektuelle Brillanz" und dem hervorragenden Stil des Journalisten und Historikers. Auch dessen vorliegende Nachkriegsgeschichte Deutschlands zeichnet sich nach Ansicht Speckmanns in dieser Hinsicht aus. Er erinnert an die bekannten aufregenden Momente der Wiedervereinigung, um dann die große Leistung von Benders Arbeit zu loben, nämlich die nicht immer gerade leicht verständlichen Schlüsselmomente der Wiedervereinigung in "einfachen und klaren Worten" zu erklären.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.11.2007

Mit Beifall begrüßt Rezensent Thomas Speckmann diese Geschichte Deutschlands von 1945-1990, die Peter Bender vorgelegt hat. Er zeigt sich höchst angetan von der "intellektuellen Brillanz" und dem hervorragenden Stil des Journalisten und Historikers. Auch dessen vorliegende Nachkriegsgeschichte Deutschlands zeichnet sich nach Ansicht Speckmanns in dieser Hinsicht aus. Er erinnert an die bekannten aufregenden Momente der Wiedervereinigung, um dann die große Leistung von Benders Arbeit zu loben, nämlich die nicht immer gerade leicht verständlichen Schlüsselmomente der Wiedervereinigung in "einfachen und klaren Worten" zu erklären.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.07.2007

Sehr positiv nimmt Rezensent Curt Gasteyger dieses Buch des Historikers Peter Bender auf, das seiner Meinung nach "bewundernswert ausgewogen" die Geschichte der deutschen Teilung und ihrer Wiedervereinigung erzählt. Gasteyger erinnert in seiner Kritik kurz an die bekannten Begebenheiten, um dann dem Autor zu attestieren, dass er diesen Weg sehr eindrücklich nachzeichnet, als Entwicklung von einem "Gegeneinander über ein abtastendes Zueinander zu einem von der Bundesrepublik bestimmten Miteinander". Mit all dem ist der Rezensent einverstanden, allein in der Einschätzung der strategisch-militärischen Bedeutung der DDR für den Warschauer Pakt greift ihm Benders Darstellung zu kurz.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 25.04.2007

Peter Bender ist einer der publizistischen Wegbereiter von Willy Brandts Ostpolitik gewesen, erinnert Rezensent Thomas Kröter an die Verdienste des Autors. Mit "Deutschlands Wiederkehr" habe er nun auf beeindruckende Weise eine "Summe" seiner Arbeit gezogen. Bemerkenswert an Bender sei sein klarer, aber nie kalter Blick auf die Ereignisse. Beispielsweise sehe er viele Gemeinsamkeiten in der Intention bei den Staatsgründungen in Ost- beziehungsweise  Westdeutschland. Dennoch, so der Rezensent, würde Bender hier die Unterschiede zwischen Diktatur und Demokratie nicht ignorieren. Obwohl ein Kritiker der CDU, sei Bender auch in seiner Einschätzung der "Leistung" Helmut Kohls ausgewogen. Zugleich erinnere er daran, dass die unblutige Revolution auch anders hätte ausgehen können, wenn nämlich die Sowjetunion noch intakt gewesen wäre. Der Rezensent versteht Peter Bender als "publizistischen Patrioten", der seine Verdienste bei der Vereinigung der beiden deutschen Staaten gehabt habe.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 22.03.2007

Nur Gutes kann Rezensent Fritz Klein über Peter Benders gesamtdeutsche Nachkriegsgeschichte "Deutschlands Wiederkehr" sagen, die davon ausgehe, dass Deutschland mehr gewesen sei als die "Summe seiner Teile". "Flüssig und pointenreich" erzähle der Historiker und Journalist Bender darin die gemeinsame Geschichte der geteilten Nation, er verkläre nicht die eine Seite, verteufele nicht die andere, sondern stelle präzise die unterschiedlichen Entwicklungen und ihre Defizite dar. Dass dabei demokratische System der Bundesrepublik der DDR ebenso überlegen war wie die Markt- der Planwirtschaft, daran lasse Bender allerdings auch keinen Zweifel. Positiv rechnet der Rezensent dem Autor auch Nachdenklichkeit und Entschiedenheit an.