Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.10.2002
An einem - der Legende nach - geplanten großen Werk über die Ethik hat Adorno sein früher Tod gehindert. Der Autor unternimmt es nun dennoch, aus Adornos Schriften eine Ethik zu rekonstruieren. Er benennt - und zwar, wie der Rezensent (Kürzel mim.) meint, "überzeugend" - die "Anschlüsse" von Adornos moralischem Räsonnement an den "Ethikdiskurs". Dabei zeigt sich eine starke Tendenz des Philosophen gegen allfälliges "Moralisieren", eine Ethik, die sich gegen moralische Kurzschlüsse richtet. Knoll streicht heraus, dass Adorno die Ethik nicht im Bereich des Handelns entwickelt, sondern in dem des Denkens. Ethik werde so zur "ersten Philosophie", erläutert der Rezensent in seiner Kurzkritik..
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