Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.10.2002
An einem - der Legende nach - geplanten großen Werk über die Ethik hat Adorno sein früher Tod gehindert. Der Autor unternimmt es nun dennoch, aus Adornos Schriften eine Ethik zu rekonstruieren. Er benennt - und zwar, wie der Rezensent (Kürzel mim.) meint, "überzeugend" - die "Anschlüsse" von Adornos moralischem Räsonnement an den "Ethikdiskurs". Dabei zeigt sich eine starke Tendenz des Philosophen gegen allfälliges "Moralisieren", eine Ethik, die sich gegen moralische Kurzschlüsse richtet. Knoll streicht heraus, dass Adorno die Ethik nicht im Bereich des Handelns entwickelt, sondern in dem des Denkens. Ethik werde so zur "ersten Philosophie", erläutert der Rezensent in seiner Kurzkritik..
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…