Aus dem Irischen von Gabriele Haefs. Eine absolute Neuentdeckung aus Irland, erstmals ins Deutsche übersetzt. Um was geht es? J., Papierbeauftragter im Verwaltungsdienst, wird versehentlich in seinem fensterlosen Büro eingeschlossen. Das Problem: Da es sich um einen nie dagewesenen Fall handelt, gibt es keine vorgeschriebene Vorgehensweise und so macht es die Bürokratie unmöglich, die Tür zu öffnen …
Rezensent Ralf Sotscheck, der Irland-Korrespondent der taz, verfügt über beste Beziehungen zur alten IRA und darum kennt er auch die irische Literatur-Ikone Máirtín Ó'Cadhain, der aus welchen Gründen auch immer jahrzehntelang unübersetzt blieb. Für Sotschek zählen Ó'Cadhains Romane zum Lustigsten, was Irland zu bieten hat. Den "Schlüssel" beschreibt er als eine ziemlich absurde Komödie, die Bürokratie und andere Spielarten kleingeistiger Politik aufs Korn nehme. "Grabgeflüster" nennt Sotscheck das Hauptwerk Ó'Cadhains. Hier übertreffe sich der Autor sozusagen selbst, denn sämtliche Figuren dieses Romans sind bereits tot. Toll, dass Gabriele Haefs die Romane jetzt übersetzt hat, und das sogar ohne Umweg, direkt aus dem Irischen.
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