Louise Hartung, Astrid Lindgren

Ich habe auch gelebt!

Briefe einer Freundschaft
Cover: Ich habe auch gelebt!
Ullstein Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783550081767
Gebunden, 592 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen, Dänischen und Englischen von Angelika Kutsch, Ursel Allenstein und Brigitte Jakobeit. "Manchmal frage ich mich, warum ich lebe, warum Menschen überhaupt leben. Aber das erzähle ich nur Dir - ich laufe nicht mit hängendem Kopf herum, sodass es jemand sieht. Falls Du weißt, warum Menschen leben, dann schreib und erzähl es mir." Astrid Lindgren stand 1953 am Beginn einer beispiellosen Weltkarriere. Bei einem Berlinbesuch lernte sie die Deutsche Louise Hartung kennen, etwa ein Jahr nachdem Lindgren sehr plötzlich ihren Mann verloren hatte. Aus der Begegnung entstand eine ganz besondere Freundschaft. Wie wenig andere verstand Hartung die "kleine Melancholie", die Lindgren an manchen Tagen überkam. Über elf Jahre hinweg teilten die beiden außergewöhnlichen Frauen Freude und Trauer und standen einander in über 600 Briefen bei, die sich wie ein Roman lesen. In den Briefen der Freundinnen, die die Weltschriftstellerin Astrid Lindgren von einer ganz neuen Seite zeigen, entsteht ein sehr persönliches Bild vom Leben in Deutschland und Schweden in einer Zeit des Wiederaufbaus und gesellschaftlichen Umbruchs.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.02.2017

Aldo Keel liest diese Auswahl der Korrespondenz zwischen Astrid Lindgren und der Berliner Sängerin und Bildungspolitikerin Louise Hartung mit Gewinn. Zwar stellt er kritisch fest, dass die Auswahl- und Kürzungskriterien nicht offengelegt werden und das Vorwort mit Hintergrundinformationen geizt, das erfindungsreiche Werben Hartungs um die Zuneigung der fernen Angebeteten aber und Lindgrens Sichwinden zwischen Abwehr und Geschmeicheltsein machen ihm Spaß. Darüber hinaus erkennt er in den Briefen ein Zeitdokument ersten Ranges aus der biederen Nachkriegszeit 1953-1964, in der Hartung und Lindgren sich wie Frauen einer neuen Zeit ausnehmen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 17.01.2017

Cornelia Geissler liest ein Zeitbild und ein Lehrstück der Herzensbildung mit Astrid Lindgrens Briefwechsel mit der deutschen Sängerin und Bildungspolitikerin Louise Hartung aus den Jahren 1953 bis 1964. Geissler gefällt der Blickwinkel zweier kluger, emanzipierter Frauen auf diese Zeit, auf ihre persönliche Entwicklung und ihre über die Freundschaft hinausgehende Beziehung. Es geht um Buchempfehlungen, Politik und Alltag. Geissler staunt über die Offenheit Lindgrens, den Blick in ihre Seele, den sie der Leserin gewährt.
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