Aus dem Schwedischen von Lotta Rüegger und Holger Wolandt. So nahe kamen wir dem Menschen Selma Lagerlöf noch nie! Erstmals liegen Teile ihrer Korrespondenz in deutscher Übersetzung vor. Über 100 Briefe der Schriftstellerin an ihre beiden engsten Vertrauten gewähren dem Leser Einblick in ein reiches und intensives Leben. Ein ausführliches Vorwort und eingestreute Kommentare erläutern Hintergründe und schaffen Zusammenhänge.
Katharina Granzin würde sich manche Erkenntnis zum Komplex Leben und Schreiben, die sich in den Briefen von Selma Lagerlöf an ihre Briefpartnerinnen findet, gern an den Bildschirm heften. Neben pragmatischen Weisheiten bietet ihr die vorliegende Briefauswahl Einblicke in eine mehr als freundschaftlich zu nennende Beziehung unter Frauen, in Eifersüchteleien und Versöhnungen, vor allem in die Lebensumstände und das Reiseverhalten des gehobenen Bürgertums im Schweden der vorletzten Jahrhundertwende. Weniger ergiebig ist die Auswahl laut Granzin in Sachen literarisches Hintergrundwissen, der Fokus liegt klar auf den Beziehungsaspekten, meint sie. Den Apparat mit Erläuterungen des Herausgebers Holger Wolandt findet Granzin hervorragend.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…