Klappentext

Aus dem Französischen von Tobias Scheffel. Mit dem Vorwort von Antoine de Saint-Exupéry und einem Nachwort von Peter Stamm. Nachdem 1940 die deutschen Truppen in Frankreich eingefallen sind, fliehen Tausende Einwohner aus Paris. Unter ihnen auch Léon Werth und seine Frau. Sie hoffen, sich in unbesetztes Gebiet retten zu können. Aus einer geplanten achtstündigen Fahrt werden 33 Tage inmitten eines gewaltigen Exodus. Wie kein anderer erzählt der bekannte Autor Léon Werth in seinem erschütternd aufrichtigen Bericht "33 Tage" darüber, was es bedeutet, auf der Flucht zu sein. Sein enger Freund Antoine de Saint-Exupéry, der ihm den "Kleinen Prinzen" widmete, schrieb ein Vorwort zu diesem Zeitdokument. Dies wurde erst kürzlich wiederentdeckt und ergänzt nun erstmals Léon Werths Buch.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.08.2016

Martin Oehlen macht dieser fünfzig Jahre lang verschollene, erstmals 1992 in Frankreich erschienene und jetzt in deutscher Neuausgabe vorliegende Text von Léon Werth neugierig auf den Fortgang nach der hier geschilderten Flucht vor den Deutschen aus Paris. In diesem Teil seiner Schilderung bietet ihm der Autor einen hautnahen Bericht von den Leiden der Flucht, von Chaos und Hunger und Angst. Die Beklemmung und der Irrsinn werden für Oehlen selbst dann noch greifbar, wenn der Autor nur die Fakten aufschreibt. Das Vorwort von Antoine de Saint-Exupéry und das Nachwort von Peter Stamm scheinen Oehlen erwähnenswert.Martin Oehlen macht dieser fünfzig Jahre lang verschollene, erstmals 1992 in Frankreich erschienene und jetzt in deutscher Neuausgabe vorliegende Text von Léon Werth neugierig auf den Fortgang nach der hier geschilderten Flucht vor den Deutschen aus Paris. In diesem Teil seiner Schilderung bietet ihm der Autor einen hautnahen Bericht von den Leiden der Flucht, von Chaos und Hunger und Angst. Die Beklemmung und der Irrsinn werden für Oehlen selbst dann noch greifbar, wenn der Autor nur die Fakten aufschreibt. Das Vorwort von Antoine de Saint-Exupéry und das Nachwort von Peter Stamm scheinen Oehlen erwähnenswert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2016

Helmut Mayer begrüßt die Neuauflage von Leon Werths Bericht über die Massenflucht in den französischen Süden im Jahre 1940. Denn zum einen liest der Kritiker hier noch einmal aufmerksam nach, wie der damals bereits sechzigjährige Journalist und Romancier als einer von etwa sechs bis zehn Millionen mit seiner Frau vor der deutschen Besatzung floh und vier Wochen lang unter Beschuss und Gerüchten über den Kriegsverlauf auf der Straße verbrachte. Dass Werth sich dabei auf weniger historischen Hintergrund konzentriert, etwa über das Versagen der französischen Politik, als auf lebendige und präzise Schilderungen des Geschehens während der Flucht, Beobachtungen an sich und der ihn umgebenden "bunten" Menge, gefällt dem Rezensenten gut. Insbesondere aber freut sich Mayer, dass hier erstmals das wiederentdeckte Vorwort Antoine de Saint-Exuperys mit abgedruckt wird.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.04.2016

Kaum hatten er und seine Frau es ins rettende Jura geschafft, machte sich Léon Werth daran, die Ereignisse der vergangenen dreiunddreißig Tage aufzuschreiben, so lange währte die Flucht der beiden aus dem von Deutschen besetzten Paris, erklärt Gustav Seibt. Der kurze zeitliche Abstand erlaubte Werth bereits ein erstes Maß an Reflexion, ohne dadurch das Gefühl der Unmittelbarkeit eines Tagebuchs zu verhindern, beschreibt der Rezensent. Denn Werths Aufzeichnungen bleiben ganz nah am Alltag auf der Flucht, an beobachteten Details, so Seibt, während sich in der lesenden Draufschau jene "Verhaltenslehre des Ausnahmezustands" zeigt, die dem Rezensenten zufolge jedes gute Kriegsbuch auszeichnet.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.03.2016

Dreiunddreißig Tage währte die Flucht Léon und Suzanne Werths, die Flucht aus dem von den Nationalsozialisten besetzen Paris in die unbesetzten Gebiete, erzählt Rezensentin Gabriele von Arnim. Angesichts der gegenwärtigen Krise sind Léon Werths Beschreibungen dieser Flucht in "33 Tage" ungebrochen aktuell, findet die Rezensentin. Werth zeichnet kein distanziertes, großes Bild, sondern hält sich an das Erlebte, den Alltag, an Begegnungen mit selbstlosen Helfern und Opportunisten, an den Kampf mit der eigenen Integrität, wo unbedingter Pragmatismus Not zu tun scheint, fasst von Arnim zusammen, die sich freut, dass dieses Buch nun zum zweiten Mal erschienen ist.