Mit einem Vorwort von Paul und George Soros und einem Nachwort von Humphrey Tonkin. Aus dem Englischen von Holger Fliessbach. Die fesselnden Erinnerungen des jüdischen Anwalts Tivadar Soros an die Zeit der deutschen Besetzung Ungarns vom März 1944 bis zum Januar 1945.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.02.2004
Ulrich M. Schmid meint, dass es sehr selten und besonders "aufschlussreich" ist, wenn ein Vater aus dem Schatten seines berühmten Sohnes heraustritt, wie im Fall des ungarischen Rechtsanwalts Tivadar Soros, dessen Memoiren 1965 auf Esperanto erschienen und jetzt auf Deutsch vorliegen. Der Sohn, George Soros ist als Geschäftsmann in Amerika im Immobilien- und Finanzbereich zu ungeheurem Reichtum gelangt und hat im weiteren Verlauf diesen Reichtum genutzt, um zahlreiche wissenschaftliche und kulturelle Projekte in Osteuropa zu finanzieren, teilt der Rezensent mit. Woher das Bedürfnis rührt, seinen Reichtum für gemeinnützige Zwecke zu nutzen, lassen diese Lebenserinnerungen des Vaters erahnen, lobt Schmid, der die "außergewöhnliche Statur" und das "mutige und selbstlose Verhalten" des Autors hervorhebt, der nur unter falschen Identitäten und in wechselnden Verstecken die Nazibesetzung in Ungarn überlebte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.03.2003
"Sehr lesenswert" findet Rezensent Arpad von Klimo die Erinnerungen Tivadar Soros' an sein gefährliches Leben als Jude im besetzten Budapest. Der Vater des Finanzmanagers George Soros schildere in seinem erstmals 1965 in den USA erschienen Werk eindrucksvoll, wie eine Reihe von instinktiv richtigen Entscheidungen und die bewusste Umkehrung der Logik des Holocausts durch perfekte "Maskerade" ihn und seine Familie vor dem Tod bewahrten, fasst Klimo zusammen und sieht diese Perspektive durch ein Vorwort von Soros' Söhnen George und Paul und ein ausführliches Nachwort des Übersetzers Humphrey Tonkin abgerundet. Weniger glücklich ist Klimo allerdings mit der äußeren Form des Textes. Soros schrieb sein Buch in Esperanto, doch der deutschen Version liegt die englische Übersetzung zugrunde, erklärt der Rezensent. Dadurch sei es zu einigen sprachlichen Ungenauigkeiten und Stilblüten gekommen, die für den Rezensenten den Wert des Buches in seiner Gesamtheit allerdings nicht schmälern.
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