In der Generation nach Julius Wellhausen gehörte der 1862 in Springe geborene Hermann Gunkel zu den bedeutendsten Repräsentanten der evangelischen Bibelwissenschaften. Als einer der Mitbegründer und Hauptvertreter der Religionsgeschichtlichen Schule etablierte er methodisch höchst innovative Zugänge zum Alten wie auch zum Neuen Testament. Letztlich setzte er mit jeder größeren Publikation einen forschungsgeschichtlichen Markstein. Sein Kommentar zur Genesis und seine diversen Auslegungen der Psalmen avancierten zu Klassikern der protestantischen Bibelexegese im 20. Jahrhundert. Sein Name ist untrennbar verbunden mit der gattungsgeschichtlichen Betrachtung biblischer Texte. Im Rückgriff auf bislang unerschlossenes Archivmaterial verortet Konrad Hammann das Leben und Werk Gunkels in seiner Zeit und in den Forschungsdiskursen seines Faches.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.06.2014
Rezensent Bernhard Lang hat Konrad Hammanns Biografie des Alttestamentlers Hermann Gunkel (1862-1932) mit Gewinn gelesen. Auf der Grundlage umfangreicher Recherchen zeichnet der Autor für ihn ein überzeugendes Bild von Leben und Werk des Theologen, der zu Lebzeiten lange auf den verdienten Ruhm warten musste. Lang würdigt in diesem Zusammenhang insbesondere Gunkels Kommentar zum Buch Genesis, der für ihn auch heute noch zu den besten Werken über das Alte Testament zählt. Die nun vorliegende Biografie scheint ihm geeignet, Gunkels Bedeutung hochzuhalten.
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