Herausgegeben von Werner Zager. Die Briefwechsel Rudolf Bultmanns mit dem Praktischen Theologen Götz Harbsmeier sowie dem Kirchenhistoriker und späteren Systematiker Ernst Wolf werden in einer gemeinsamen Edition zugänglich gemacht. Schließlich berühren sich die beiden Korrespondenzen nicht nur vielfach inhaltlich, sondern nehmen auch aufeinander Bezug. Somit wird eine facettenreiche und differenzierte Wahrnehmung der verhandelten Themen möglich, denen nicht nur eine theologiegeschichtliche Bedeutung, sondern auch eine hohe Relevanz für Theologie und Kirche in der Gegenwart zukommt. Die Themenpalette reicht dabei von der Entmythologisierungsdebatte, über die Schuldfrage und den Neuanfang in Kirche und Gesellschaft nach 1945, die Verhältnisbestimmung von Bekennender Kirche und liberalem Protestantismus, bis hin zum Problem der politischen Aktivität innerhalb der Kirche. Die Briefwechsel sind eindrucksvolle Zeugnisse theologischer und persönlicher Weggenossenschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2017
Reinhard Bingener versteht beim Lesen der Korrespondenz zwischen Rudolf Bultmann, Götz Harbsmeier und Ernst Wolf 1933 bis 1976 die Theologie- und Kirchengeschichte nach 1945 gleich besser. Als editorischen Lückenschluss bezeichnet Bingener die Herausgabe, da sie bis heute wirksame Weichenstellungen des deutschen Protestantismus sichtbar mache. Die Bekenntnisfrage oder die Politisierung der Kirche sind Themen, die Bingener interessieren und zu denen er hier Aufschlussreiches entdeckt. Die "hervorragende" Lektorierung macht ihm die Lektüre leichter.
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