Unter Mitarbeit von Necla Kelek. Die Debatte zur Frage der Integration von Muslimen in Europa spaltet die Gesellschaft. Sehen seine Kritiker den Islam als Bedrohung des Abendlandes an, heißen ihn Multikulti-Verfechter bedenkenlos willkommen. Klemens Ludwig sucht einen Platz zwischen den Fronten und nach praktikablen Lösungen für ein friedliches Miteinander. Ausgehend von den Schattenseiten von Christentum und Islam und unterfüttert mit zahlreichen Beispielen, fordert er von führenden Vertretern des Islam, kritische Selbstreflexion zu betreiben anstatt sich nur als Opfer abendländischer Arroganz darzustellen. Und vom Abendland fordert er, selbstbewusst die Werte der Aufklärung zu verteidigen. Seine Vision: Ein aufgeklärter, emanzipierter Islam als gleichberechtigter Teil der europäischen Gesellschaft.
Matthias Bertsch vermisst Ergebnisoffenheit in dem Buch des Journalisten Klemens Ludwig. Dass der Autor offenlegt, wie Gewalt von Muslimen mit Diskriminierungserfahrungen erklärt bzw. entschuldigt wird und die Akzeptanz dieser Opferrolle weit verbreitet ist, findet Bertsch richtig und lobt die offenen Worte Ludwigs. Allerdings missfällt ihm an dieser "Hartnäckigkeit" der Umstand, dass der Autor nur belegt, was er schon wusste. Die ganze Wahrheit ist so nicht zu haben, meint Bertsch, der sich etwa Gespräche mit Muslimen zum Thema gewünscht hätte.
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