Als im September 2015 die Grenzen Deutschlands für Flüchtlinge geöffnet wurden, stellte niemand die Frage: Wie integrationsfähig ist Deutschland? Heute ist die Willkommenskultur der ersten Monate verblasst, Ernüchterung dominiert. Ignoriert wurde damals, dass die Integrationsprobleme vieler Muslime nicht gelöst waren, als die neuen Zuwanderer kamen, von denen rund 70 Prozent aus muslimischen Ländern stammen. Der TV-Journalist Joachim Wagner kommt in seinem Buch "Die Macht der Moschee" zu dem Ergebnis, dass die kulturelle Integration in die deutsche Staats- und Gesellschaftsordnung bei der Mehrheit der Muslime gescheitert ist. Die Politik hat die tiefe Verwurzelung vieler Muslime im Islam und der von ihm geprägten Kultur unterschätzt. Angst vor islamistischem Terrorismus und der Fremdheit des Islam mindern die Integrationsbereitschaft der deutschen Zivilgesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.06.2018
Constantin van Lijnden sieht die Zukunft der Integration nicht eben rosig durch Joachim Wagners Brille. Dass Sarrazin Entrüstung erntete, Wagner mit seinem Buch aber höchstens Schulterzucken, bewertet der Rezensent als deutsche Gelassenheit. Das Buch findet er zu lang, die Erkenntnis scheint ihm, knapp gefasst, diese: Die Integration scheitert am Islam, am mangelnden Integrationswillen der Muslime. Dass der Autor den Befund ständig wiederholt, scheint dem Rezensenten überflüssig, einen europäischen Vergleich der Verhältnisse hätte er wünschenswert gefunden.
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