Mit Schwarzweiß-Abbildungen. Ob es um Gesundheit, Politik oder Fake-News geht: Warum sehen wir nur das, was wir sehen wollen? Der Neurowissenschaftler Kai Schreiber hat eine überraschende Erklärung: Dass wir irrational denken und handeln, hat vor allem mit unserer Wahrnehmung zu tun. Ein Konzept wie "Wahrheit" ist evolutionär verzichtbar, da es zum Überleben einer Art wenig beiträgt. Dennoch können wir Wahrheiten erkennen - vorausgesetzt, wir wissen, wie die Erkenntnisfallen zu umgehen sind. Kai Schreiber überträgt neueste Forschungsergebnisse auf unseren Alltag und räumt dabei auf mit Fatalismus und engstirnigem Eigennutz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.05.2019
Manuela Lenzen lässt sich vom Neurowissenschaftler Kai Schreiber daran erinnern, dem Bullshit in den sozialen Medien nicht allzu oft auf den Leim zu gehen. Wo die Ursachen dafür liegen und wie wir es dennoch schaffen können, einen klaren Kopf zu bewahren, erläutert ihr der Autor anhand von Streifzügen durch Wissenschaft und Philosophie und der Auseinandersetzung von Mechanismen wie dem Stereosehen, der Blindsicht und dem schnellen und langsamen Denken. Das ist nicht unbedingt neu, meint Lenzen. Als witzige, unterhaltsame Einführung in die Wahrnehmungspsychologie aber taugt der Band laut Lenzen prima - und als Erinnerung an die Fehleranfälligkeit unserer Wahrnehmung.
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