Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.06.2000
"Ein Standardwerk", lobt der Rezensent mit dem Kürzel "hll" ohne Umschweife. Die historische Aufarbeitung der Medien in Deutschland nennt er "gründlich", die Tabellen und Schaubilder "brauchbar". Als besonders "bemerkenswert" hebt der Rezensent zwei Aufsätze hervor, die sich mit der Vergangenheitsbewältigung in den Massenmedien und der Wechselbeziehung von Massenmedien und 68 befassen. Aber "hll" findet auch einige Mängel: so sei die Medienentwicklung in der DDR nur unvollständig dargestellt, ebenso die Rolle der Medien während des Kalten Krieges. Journalistengewerkschaften und Verlegerverbände würden gar ganz ausgespart. Auch das Inhaltsverzeichnis weise einige Lücken auf. Doch nach Ansicht des Rezensenten werden diese Mängel durch die "intelligent zusammengestellten Abbildungen", die so informativ wie erheiternd sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
In einer Sammelrezension bespricht Michael Jeismann den Band zusammen mit "Flimmerkiste" (herausgegeben von Nina Schindler bei Gerstenberg) und Ulrike Hicks "Geschichte der optischen Medien" (Wilhelm FinkVerlag).
1) "Mediengeschichte der Bundesrepublik"
Die von Wilke zusammengestellten Essays lobt Jeismann als "unentbehrliches Handbuch" zur Mediengeschichte Deutschlands (wobei die Bundesrepublik prominenter vorkomme als die DDR). An Wolfgang Donsbachs Text zum Berufsbild des Journalisten - einem der Beiträge des Bandes - frappiert Jeismann, dass einer immer qualifizierten Ausbildung der Journalisten eine immer allgemeinere Verflachung der Medien entspreche. Eine Geschichte der Medienkritik und der wirtschaftlichen Aspekte des Themas vermisst Jeismann in seiner sehr wohlwollenden Kritik.
2) "Flimmerkiste"
Dieser Band biete eine Art "Familienalbum" der deutschen Fernsehgeschichte und einen unterhaltsamen Streifzug durch die Geschichte der Fernsehgattungen von der Talkshow bis zum Polit-Magazin.
3) "Geschichte der optischen Medien"
Das Buch biete einen Streifzug von der Laterna Magica bis hin zum Kino und beschreibe wie die Wahrnehmung der Wirklichkeit durch diese Medien regelrecht geformt wurde. Es sei zwar nicht leicht zu lesen, erlaube aber einen großen Erkenntnisgewinn.
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