Mit einem Nachwort von Tomoyuki Takada. In Zusammenarbeit mit: WOZ - Die Wochenzeitung, Greenpeace Schweiz u. a.. Gleich in drei Reaktoren von Fukushima kommt es am 11. März 2011 zur Kernschmelze. Die japanische Regierung spielt die Katastrophe herunter, die Bevölkerung wird allein gelassen. Susan Boos ist in die verseuchten Gebiete gereist und hat mit Behörden und Betroffenen gesprochen. Gleichzeitig fragt sie: Was wäre, wenn ein solches Unglück bei uns geschehen würde? Wie würde evakuiert? Wer räumt auf? Wer bezahlt?
Bemerkenswert findet Rezensent Sven Hansen dieses Buch über die Auswirkungen von Nuklearkatastrophen von Susan Boos, denn die Autorin schildert nicht nur Folgen des Atomunfalls in Fukushima für die Betroffenen in Japan sowie die Hilflosigkeit und Überforderung der dortigen Behörden, sondern wirft auch einen genauen Blick auf die nationalen Notfallpläne für einen GAU an der deutsch-schweizerischen Grenze. Deutlich wird für Hansen, dass diese Pläne Sicherheit vorgaukeln, wo es keine Sicherheit gibt, zumal sie allesamt von einzelnen Szenarien ausgehen, nicht aber von einer Kombination verschiedener Vorkommnisse wie in Fukushima. Der Blick der Autorin auf Fukushima, Tschernobyl und Schweizer Notfallpläne ermöglicht nach Ansicht von Hansen einen eindringlichen Zugang zur Atomproblematik.
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