Hildegard Möller

Die Frauen der Familie Mann

Cover: Die Frauen der Familie Mann
Piper Verlag, München 2004
ISBN 9783492045667
Gebunden, 419 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Waren die Frauen des Hauses Mann glücklich? Sie waren reich geboren und bald berühmt, Mitglieder einer Familie, die in Deutschland wie eine Dynastie bewundert wurde, und verkehrten international mit den wichtigsten Menschen ihrer Zeit. Dennoch: Keine von ihnen vermochte aus dem Schatten Thomas Manns zu treten. Alle konkurrierten sie um die Anerkennung und Liebe des großen "Zauberers", so unterschiedlich ihre Biographien auch verliefen: Da war Katia, Herrin der Familie und Dienerin ihres Mannes; die "wilde Erika", immer für einen Skandal gut, ob mit ihrem Mann Gustaf Gründgens zusammen oder mit ihrem Bruder Klaus; Monika, vergebens um Anerkennung bemüht; und Elisabeth, "das Kindchen", die doch die selbständigste von allen war.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2004

Etikettenschwindel! Martin Thoemmes hat keine Ahnung, warum Hildegard Möller ihr Buch so genannt hat, wo doch über die Männer der Familie mindestens genauso viel drinsteht wie über die Frauen. Und wenn es mal um die Gattinnen und Schwestern geht, ist es Thoemmes zufolge oft banal. Dabei könnte man doch allein über Nelly, Heinrich Manns zweiter Frau, die ihn bei der Flucht "eigenhändig über die Pyrenäen trug", ganze Romane verfassen! Doch was macht die Autorin: schreibt, dass Thomas Mann sie nicht ausstehen konnte, und das war's dann. Überhaupt folge die Darstellung meistens der Perspektive von Thomas und Katia, schimpft Thoemmes weiter und schlägt einen alternativen Titel vor: "Was der Familie von Thomas Mann so alles passiert ist". Damit wäre das Buch dann zwar treffender bezeichnet, aber immer noch unoriginell, humorlos und frei von neuen Erkenntnissen oder Materialien.

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