Hermann Peter Piwitt

Lebenszeichen mit 14 Nothelfern

Cover: Lebenszeichen mit 14 Nothelfern
Wallstein Verlag, Göttingen 2014
ISBN 9783835313798
Gebunden, 160 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Seit Hermann Peter Piwitt Mitte der sechziger Jahre debütierte, gilt er als ein äußerst wacher und kritischer Chronist der gesellschaftlichen Verhältnisse in der Bundesrepublik. Sein schriftstellerischer Rang wurde früh erkannt und nie bestritten. Nun, fast 80-jährig, schaut er auf Ereignisse seines Lebens zurück, allerdings nicht in einer brav und chronologisch Rückschau haltenden Autobiographie, sondern in erzählerischen Bravourstücken. Auf die Verhältnisse im Elternhaus, auf die frühen Erlebnisse in Frankfurt, die Lehrer, die Prägungen, die in der Jugend erfahren wurden und für sein Leben bestimmenden Einfluss gewannen. Immer wieder finden sich Erinnerungen an Einzelne, an Freunde, denen Dank abgestattet wird, weil sie wichtig waren, Helfer und manchmal auch Nothelfer.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.03.2014

Der Schriftsteller Hermann Peter Piwitt hat definitiv kein gepflegtes Mittelklasse-Leben geführt, stellt Helmut Böttiger fest, obwohl er durchaus auch ein Creative-Writing-Seminar besucht hat, aber das war Anfang der siebziger Jahre und überhaupt das erste seiner Art. Nein, Piwitt hat noch ein echtes Leben gehabt, seufzt Böttiger, kein leichtes, und auch keines, das so verlaufen ist, wie er sich das gewünscht hätte. Der Rezensent liest von diesem Leben in den Erinnerungen, die der fast Achtzigjährige nun herausgegeben hat. Wie polarisierend Piwitt einst gewesen ist, spürt Böttiger ebenso wie eine gewisse Verbitterung und die politischen Abgründe, an denen das Leben in den Siebzigern entlangschrammte. Die Seitenhiebe gegen "die Opportunisten in den Medien" registriert Böttiger ebenso wie lustige Episode über die Knickrigkeit der Hamburger. Was Böttiger aber besonders einnimmt, ist der "poetische Trotz", der bei aller Sprödigkeit durch diese Erinnerungen hindurchschimmert.
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