Jörg Albrecht

Drei Herzen

Roman
Cover: Drei Herzen
Wallstein Verlag, Göttingen 2006
ISBN 9783835300903
Gebunden, 239 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Die Geschwindigkeit, mit der Josh, Pitje, Nora und all die anderen durch die Welt stürmen, kann einen schwindlig machen. Ihre Neugier ist ebenso unbezähmbar wie mitreißend. Alle Oberflächen müssen abgetastet, alles muss im Bild festgehalten werden - freilich nicht 1:1 und schon gar nicht akribisch geordnet für die wohligen Erinnerungen der Enkel. Vor allem gilt es, die Geschwindigkeit der Neuronen im eigenen Kopf mit dem ekstatischen "Jetzt" zu synchronisieren. Was fertig aussieht, ist nur Rohmaterial und muss immerzu neu zusammengesetzt und abgemischt werden. Selbstverständlich werden dabei die 10 goldenen Regeln der Lomografie hochgehalten, ebenso aber Super 8-Filme, Digitalkameras und Fotofixautomaten genutzt sowie alte Fotos durchgeblättert - und unweigerlich taucht die Frage auf, wie das unstillbare Nasenbluten zu erklären ist, das seit über drei Generationen die Familie plagt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.12.2006

Nicht nur wegen seiner Geschwindigkeit ist Jörg Albrechts Debütroman mitunter "anstrengend" zu lesen, meint ein dennoch oder gerade deswegen begeisterter Ulrich Rüdenauer. Was bisweilen "kopflastig" erscheint, ist in seinen Augen die "aufgeklärteste" aller Möglichkeiten, so etwas wie Popliteratur auch heute noch zu schreiben. Jörg Albrecht treibe die Medienanalyse der heutigen Schriftstellerkollegen "mehrere Schnitte" weiter. Neben einer über drei Generationen erzählten Familiengeschichte sei der Roman en passant auch eine Mediengeschichte. Stilistisch gingen bei Jörg Albrecht Technikbegeisterung und "Wille zur Poesie" eine Allianz ein. Das sei oft gewagt, aber gerade dieser Wagemut zeichne dieses "erstaunliche" Debüt im Vergleich mit der Konkurrenz aus. "Rhythmus, Form und Schnelligkeit", lobt der Rezensent, sind hier jedenfalls ausreichend vorhanden.
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