Clemens Berger

Und hieb ihm das recht Ohr ab

Erzählungen
Cover: Und hieb ihm das recht Ohr ab
Wallstein Verlag, Göttingen 2009
ISBN 9783835304734
Gebunden, 179 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Clemens Bergers Erzählungen handeln von Leidenschaften. Von der Liebe zu einer französischen Philosophin in Rom etwa, die bald aber nur noch per Brief, E-Mail oder Traum erreichbar ist. Die Titelgeschichte erzählt von Alfred, der in einer Laienaufführung der Passionsspiele den Judas spielten soll. Ohne es zu wollen, wird er von der Figur, in die er schlüpft, völlig absorbiert. Die Fragen, die er sich stellt, um seine Rolle möglichst glaubwürdig auszufüllen, stürzen ihn in immer heftigere Verwirrung. Ist nicht der Verräter im Grunde der verlässlichste Verbündete des Verratenen, weil ohne ihn die ganze Geschichte nicht aufgehen würde? Aber ist er dann überhaupt noch ein Verräter? Alle Zuordnungen entgleiten ihm auf immer umfassendere Weise.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.09.2009

Nicht viel kann Sibylle Cramer diesen Erzählungen von Clemens Berger abgewinnen, denn ihr wird darin allzu bedeutungsvoll herumgeheimnist, wie sie in ihrer kurzen Kritik durchblicken lässt. Die Erzählungen handeln von Künstlern, Passionsdarstellern oder Philosophen, die schwer um die "Wahrheit der Kunst" ringen und dabei ihre bürgerliche Existenz aufs Spiel setzten. Und wenn dann in geheimnisvollem Raunen die letzte Erzählung endet, dann hätte sich die Rezensentin gewünscht, der Autor hätte das "Aura-Versprechen" in seinen Geschichten selbst "eingelöst", statt sie in den Nebeln des "Ungesagten, Unvollendeten" auswabern zu lassen.
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