Mit sicherer Hand zeichnet Hermann Kurzke in diesem Buch ein Portrait des frühverstorbenen Romantikers Friedrich von Hardenberg. Er zeigt den Zusammenhang zwischen dem scharfsinnigen Theoretiker und dem Träumer, dem Erotiker und dem religiösen Schwärmer, dem Politiker und dem Poeten und zieht Verbindungslinien zwischen der so unromantischen Berufstätigkeit als Kreisaktuarius und Salinenassessor, der rätselhaften Liebe zu der im Alter von 15 Jahren verstorbenen Sophie von Kühn und dem schriftstellerischen Werk.
Großes Lob! Michael Wetzel empfiehlt die Lektüre der wiederaufgelegten und aktualisierten Novalis-Monografie des Mainzer Literaturwissenschaftlers und Thomas-Mann-Experten Hermann Kurzke. Denn sie hat es ihm ermöglicht, eingefahrene Gleise der Betrachtung des großen Frühromantikers zu verlassen und andere Seiten zu entdecken. Knapp und pointiert werfe der Autor einen Blick auf bisher nicht beachtete Aspekte der Novalis-Interpretation und lasse so einen neuen Gesamteindruck zu. Und das tut er nach Wetzels Ansicht kongenial. Mit wenigen Worten und gut verständlich lasse Kurzke die Erinnerung an den berühmten Dichter aufleben und räume mit manchen Fehlinterpretationen des oft missverstandenen Romantikers auf, lautet das Fazit des Rezensenten.
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