Dies ist die erste umfassende Geschichte der deutsch-amerikanischen Beziehungen zwischen Hitlers Machtergreifung und seiner Kriegserklärung an die USA. Es ist auch die erste, die beide Staaten und ihre Protagonisten, Hitler und Roosevelt, gleichermaßen in den Blick nimmt. Deutsche Amerikapolitik, amerikanische Deutschlandpolitik, ihre Entwicklung in wechselseitiger Aktion und Reaktion werden ebenso analysiert wie die Rolle, die Innen-, Wirtschafts- und Militärpolitik beider Staaten dabei spielten. Höchst aufschlussreich ist auch der Vergleich der "Feindbilder", die Hitler und Roosevelt voneinander hatten und die den Gang ihrer Politik wesentlich mitbestimmten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.04.2001
Vor der deutsch-amerikanischen Freundschaft gab es jahrzehntelang eine deutsch-amerikanische Feindschaft, die ihren Höhepunkt im zweiten Weltkrieg erreicht hatte, berichtet Hans Fenske. Mit diesem Aspekt der deutsch-amerikanischen Beziehungen hat sich Herbert Sirois auseinandergesetzt, bis zur Kriegserklärung der Deutschen am 11. Dezember 1941. Dabei konzentriert sich seine Studie mehr auf die USA als auf die Nationalsozialisten, informiert der Rezensent und sieht eine Begründung dafür darin, dass die politischen Prozesse in Nordamerika komplizierter vonstatten gingen als in der NS-Diktatur. Die Studie findet Fenske sehr aufschlussreich, da der Autor eine ganze Reihe bisher wenig beachteter oder unbekannter Fakten herausgearbeitet habe. Etwas störend hat der Rezensent lediglich die Form empfunden, die leider nicht ganz frei sei von Wiederholungen und Sprunghaftigkeit.
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