Rotarmisten in deutscher Hand

Dokumente zu Gefangenschaft, Repatriierung und Rehabilitierung sowjetischer Soldaten des Zweiten Weltkrieges
Cover: Rotarmisten in deutscher Hand
Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2012
ISBN 9783506765451
Gebunden, 965 Seiten, 98,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Rüdiger Overmanns, Andreas Hilger und Pavel Poljan. Der Heimatstaat der Rotarmisten gab die Gefangenen bereits im Juni 1941 auf und verzichtete auf jeden Versuch, deren Schicksal hinter deutschem Stacheldraht positiv zu beeinflussen. Stalin wollte durch unbarmherzige Härte die zunächst schwankende Front stabilisieren und eigene Fehler vertuschen. Gefangene, die die deutschen Lager nur mit knapper Not überlebt hatten, wurden als potentielle Deserteure, Verräter, Kollaborateure oder Spione diffamiert und rigiden Überprüfungen unterworfen. Der vorliegende Band vermittelt erstmals einen präzisen Einblick in deutsche wie sowjetische Entscheidungsprozesse und Motive, ohne die Opfer aus dem Blick zu verlieren. Auf diese Weise bietet das Werk eine profunde und plastische Aufarbeitung der viel zu lange vernachlässigten Tragödie sowjetischer Kriegsgefangener."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.08.2012

Eine eindringliche Dokumentation des Schicksals der sowjetischen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieg erblickt Jörg Baberowski in diesem von Rüdiger Overmans, Andreas Hilger und Pavel Poljan herausgegebenen Band "Rotarmisten in deutscher Hand". Auch wenn das Werk nach Ansicht des Rezensenten keine neuen oder überraschenden Erkenntnisse und nur das Bekannte belegt, ist er immer wieder fassungslos von der Grausamkeit und Unmenschlichkeit, die aus den Dokumenten spricht. Im Mittelpunkt sieht er dabei nicht den Alltag in den Lagern, sondern die Frage, wie sich die Nazis den Umgang mit den sowjetische Kriegsgefangenen vorstellten. Dazu gibt der Band mit seiner Fülle von Dokumenten seines Erachtens umfassende Antwort.

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