Helmut Kohl

Berichte zur Lage 1982-1989

Der Kanzler und Parteivorsitzende im Bundesvorstand der CDU Deutschlands

Klappentext

Bearbeitet von Günter Buchstab und Hans-Otto Kleinmann. Helmut Kohls Lageberichte, der er als Parteichef während seiner Kanzlerschaft im CDU-Bundesvorstand abstattete, sind eine der wichtigsten Quellen zur deutschen und europäischen Geschichte der letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Der erste Band mit der Berichterstattung der Jahre 1989 bis 1998 ist 2012 erschienen. Der vorliegende Band präsentiert die Berichte aus den Wahlperioden 1982 bis 1989, in denen außen- und innenpolitisch, besonders aber auch auf ökonomischem Gebiet die Grundlagen geschaffen wurden, die es ermöglichten, ab 1990 die deutsche Einheit ins Werk zu setzen und der Europäischen Union den Weg zu bahnen. Die mit Personen- und Sachanmerkungen erschlossenen Texte lassen aus der Perspektive und mit den Worten des wichtigsten politischen Hauptakteurs die Probleme, Handlungspeilräume und Interessenkonflikte der alten Bundesrepublik in deren letztem Jahrzehnt wiederaufleben: die Kämpfe um die Raketenstationierung und um die Abrüstung, die Intensivierung der deutsch-französischen Kooperation und europäischen Integration, die Auseinandersetzungen um die Sanierungsreformen in der Finanz- und Sozialpolitik ebenso wie die erfolgreichen Bemühungen um die Einheit der Nation in den innerdeutschen Beziehungen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.04.2014

Henning Köhler liest mit Spannung und Gewinn die Berichte zur Lage, Helmut Kohls Ausführungen am Beginn jeder Sitzung im CDU-Bundesvorstand aus den Jahren 1982-1989, keine einzelnen Sitzungsprotokolle, wie Köhler betont. Hier spricht der Kanzler, und dem Rezensenten gefällt das, zumal Umfang und Inhalt beeindruckend sind, wie er anmerkt. Reizvoll scheint Köhler vor allem die durch die zeitliche Dichte gegebene Unmittelbarkeit der Berichte über Reformen, Wahlkämpfe, Parteifragen. Farbig steht die politische Entwicklung der Zeit vor den Augen des Rezensenten: Überwindung der Rezession, Arbeitslosigkeit als Dauerproblem, Bildungspolitik, Tschernobyl und die energiepolitischen Folgen, aber auch Kohls Kampf gegen die "Medienfront".
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