Unter Mitarbeit von Volker Resing. Lothar de Maiziere, der erste frei gewählte und zugleich letzte Ministerpräsident der DDR, erzählt nach zwanzig Jahren ausführlich, offen und persönlich von den Monaten im Jahr 1990, in denen er Weltgeschichte schrieb. Er berichtet von den dramatischen Ereignissen der Wendemonate, bewertet sein Verhältnis zu anderen großen Protagonisten der Zeit wie Helmut Kohl, Margret Thatcher, George Bush und Michail Gorbatschow. Lothar de Mazieres Bericht korrigiert viele Missverständnisse, Mythen und Irrtümer über die aufregendste und wichtigste Phase der europäischen Nachkriegsgeschichte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.09.2010
Mit Interesse, aber ohne Begeisterung hat der Politikwissenschaftler und Merkel-Biograf Gerd Langguth diese Erinnerungen Lothar de Maizieres gelesen, der sich darin bemüht, seine eigene Rolle als letzter CDU-Ministerpräsident der DDR in ein besseres Licht zu rücken. Oder zumindest überhaupt erst einmal ins Licht, denn meist habe er - wider Willen natürlich - im Schatten Helmut Kohls stehen müssen. Von "tiefen Verwundungen" spricht Langguth nach seiner Lektüre, offenbar hat de Maiziere dem bundesdeutschen Kanzler sehr übelgenommen, dass er den großen Sieg der CDU bei den DDR-Wahlen als seinen ureigenen Verdienst dargestellt hat, und auch bei den verschiedenen Verhandlungen drängte Kohl sein DDR-Counterpart immer wieder in eine Nebenrolle. Dass der "zartbesaitete Bratschenspieler" bald aufgab, wundert Langguth nicht. Auf die IM-Vorwürfe gegen de Maiziere geht der Rezensent nicht weiter ein, er erwähnt nur, dass der Autor sie zu entkräften versucht. Neue Fakten, konstatiert er abschließend, stehen in den Buch nicht.
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