Hellmut Flashar

Aristoteles

Lehrer des Abendlandes
Cover: Aristoteles
C. H. Beck Verlag, München 2013
ISBN 9783406645068
Gebunden, 416 Seiten, 26,95 EUR

Klappentext

Der Herausgeber der deutschen Aristoteles-Gesamtausgabe, Hellmut Flashar, erzählt in diesem umfassenden Werk, was wir heute über das Leben des großen Denkers (384 - 322 v. Chr.) wissen, und erläutert jedes seiner erhaltenen Bücher. Die sehr konkrete und anschauliche biografische Skizze erhellt die private, politische und natürlich insbesondere die geistige Welt, in der Aristoteles als Sohn eines erfolgreichen Arztes, später als Schüler und Freund Platons und schließlich als Begründer seiner eigenen Schule, des Peripatos, seinen Weg nimmt. Vor diesem Hintergrund werden die naturwissenschaftlichen, musischen, literaturtheoretischen, psychologischen und philosophischen Denkansätze, Forschungen und Lehren des Aristoteles Schritt für Schritt allgemeinverständlich entwickelt und erklärt.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 21.11.2013

Hellmut Flashar, langjähriger Herausgeber der deutschen Aristoteles-Werkausgabe, hat noch einmal das Wenige zusammengetragen, das über Aristoteles' Leben bekannt ist, berichtet Martin Hartmann. Der Autor hält sich mit Spekulationen zurück und verweist immer wieder vorsichtig auf die spärlichen Quellen, erklärt der Rezensent. Ergänzt wird der biografische Teil durch einen Überblick über das umfangreiche Werk des Philosophen und eine knappe Rezeptionsgeschichte. Dass sich Flashar auch hier keine Stellungnahme erlaubt, findet Hartmann schade, er hätte sich vom Autor ein wenig mehr Mut gewünscht, damit klar geworden wäre, dass die Lektüre von Aristoteles' Schriften nicht bloß einem traditionshörigen Kanon geschuldet ist, sondern auch für heutige Debatten noch hochaktuell sein kann - besonders, da sich das Buch an Philosophielaien richtet, wäre ein wenig Motivationsarbeit angebracht gewesen, meint Hartmann.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.07.2013

So umfang- und einflussreich sind die Forschungen des antiken Universalgelehrten Aristoteles, dass nicht wenige davor zurückschrecken, sich mit ihnen überhaupt auseinanderzusetzen, weiß Johan Schloemann. Der Gräzist Hellmut Flashar, langjähriger Herausgeber der kommentierten deutschen Aristoteles-Ausgabe, hat nun den Versuch einer übersichtlichen Gesamtdarstellung unternommen und damit für den Rezensenten eine außerordentlich verdienstvolle Großtat vollbracht. "Mit mustergültiger Klarheit und, wo es ging, auch Eleganz" fasst Flashar die Aristotelischen Schriften zusammen und ersetzt, indem er auch die Rezeptionsgeschichte einbezieht, dem allgemeinen Leser "Regalmeter von Spezialforschung", freut sich Schloemann und stellt ergriffen fest: "Aristotelisch ist eine Weltsprache."
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.07.2013

Christof Rapp würdigt erst einmal ausführlich die Verdienste des Gräzisten Hellmut Flashar, bevor er auf diese Monografie zu sprechen kommt. Deren Besonderheit sieht er denn darin, dass Flashar die Spezialisierung der Aristoteles-Forschung quasi wieder zurückzudrehen und den gesamten Aristoteles zu behandeln versucht: Nicht nur den Ethiker, sondern auch den Logiker, den Biologen und den Theoretiker der Dichtung. Dabei bettet Flashar das aristotelischen Denken in eine ausführliche Lebensbeschreibung und ausgiebige Kontextualisierungen ein. Wie Rapp deutlich werden lässt, ist das Buch auf einen breiten Leserkreis ausgerichtet, weniger auf neue Forschungsergebnisse. Wie glücklich der Rezensent damit ist, lässt sich seiner sehr akademischen Besprechung allerdings nicht entnehmen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.06.2013

Wie tief genau ihn das vorliegende Buch des Altphilologen Hellmut Flashar in seine Lektüre und in das Werk des Aristoteles hineinzieht und was es dort mit ihm anstellt, vermag uns Hans-Albrecht Koch nicht auseinanderzusetzen. Doch Flashar gehört zu jener Art Gelehrten, die den Leser laut Koch ermuntern, statt zu überfordern. Auch wenn der Autor neben biografischen und Werkfragen zu Aristoteles nicht als Philosoph, sondern als Philologe, wie Koch schreibt, Politik, Ethik, Poetik, aber auch Kosmologie, Psychologie und Biologie bei Aristoteles erörtert, die Diktion bleibt für den Rezensenten klar und deutlich.