Nachwort von Hellmut Flashar. Übersetzt von Helmuth Vretska und Werner Rinner. Thukydides? strenges Methodenbewusstsein, sein unbestechlicher Blick auf die Mechanismen der Politik sowie seine sprachliche Prägnanz machen sein Werk zum wohl bedeutendsten antiker Geschichtsschreibung. Die Auswahl enthält alle berühmten Kapitel, deren Kenntnis für die historische Bildung, ja Allgemeinbildung unverzichtbar sein sollte: Methodenkapitel - Leichenrede des Perikles - Pest in Athen - Pathologie des Krieges - Melier-Dialog - Nikias-Rede nach dem athenischen Sizilien-Debakel.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.06.2005
Das Beste an dem Bändchen, meint Jürgen Busche, sei Hellmut Flashars "vorzügliches" Nachwort, in dem der Geschichtswissenschaftler politisch-historisch an die einzelnen Stücke heranführt. An der Auswahl der Texte durch Helmut Vretska und Werner Rinner hat der Rezensent offenbar ebenso wenig auszusetzen, bloß das Fehlen jeglicher philologischer Anmerkungen im griechischen Teil befremdet ihn sichtlich. Mit "keinem Sterbenswörtchen" werde zudem darauf hingewiesen, aus welcher Ausgabe die immerhin "schön gesetzten" Abschnitte denn stammen. Hinweise auf frühere Übersetzungen vermisst Busche ebenso. Das letzte Drittel seiner Besprechung widmet er dann der seinem Empfinden nach missverständlichen Übertragung eines Satzes. Busches einleitende Erklärung "An der Art, wie die Klassiker behandelt werden, erkennt man den Zustand der Zeiten" wird dadurch aber auch nicht verständlicher.
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