Vorwort von Yehuda Bauer. Nach dem 21. Zionistenkongress im August 1939 in Genf verließen alle zionistischen Emissäre Europa - mit Ausbruch des Krieges wurde der Kontakt zwischen Europa und Palästina abgebrochen. Einzig die verschiedenen jüdischen Instanzen in Genf hielten den Kontakt mit den Führern der jüdischen Gemeinden in den von den Nazis besetzten Ländern aufrecht. Von der Schweiz aus wurden umfassende Hilfsaktionen organisiert. Heini Bornstein, 1920 in Basel geboren, war Mitglied der zionistischen Jugendbewegung "Haschomer Hazair". Er half mit, ein Verbindungsnetz der zionistisch-sozialistischen Jugendbewegungen, insbesondere seiner Jugendbewegung, zu errichten. In diesem Buch beschreibt er die Flüchtlingspolitik der Schweiz, das Dilemma der Schweizer Juden und die Rettung von Hunderten von Flüchtlingen auf illegalen Wegen in die Schweiz.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.12.2000
Mit großem Interesse berichtet Alfred Cattani über dieses Erinnerungsbuch, das einen Einblick in die Tätigkeit zionistischer Organisationen in der Schweiz zur Zeit des Zweiten Weltkriegs gibt. Bronstein selbst, der heute in Israel lebt, leitete nach Cattani eine jener Organisatonen, die in Genf, dem Sitz des Völkerbunds, versuchten, den Juden in den von Hitler bestzten Ländern zu helfen. Bronsteins Erahrungen seien zum Teil ernüchternd gewesen, schreibt Cattani und berichtet über Unstimmigkeiten zwischen jüdischen Organisationen, aber auch über Antisemitismus bei Schweizer Behörden. Wer sich über das "komplexe Thema der Flüchtlingspolitik im Zweiten Weltkrieg" informieren will, findet hier nach Cattani eine Menge anregendes Material.
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