Die Studie analysiert den schweizerisch-deutschen Wertpapierhandel während der Krise der 1930er Jahre und des Krieges sowie dessen Folgen in der Nachkriegszeit. Schwerpunkte bilden der Handel mit geraubten Titeln in der Schweiz, der Raub in den Niederlanden und die Restitutionsfragen nach dem Krieg.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.11.2001
Das Buch deckt die Zusammenhänge des Handels mit geraubten Wertpapieren zwischen den Nazis und den Schweizer Banken auf, berichtet der mit"pra." zeichnende Rezensent. Trotz der Einführung eines sogenannten Affidavits im Dezember 1940, das die Wertschrift als ein Papier auszeichnete, das ständig im Besitz der Schweiz war, konnte der Handel nicht eingeschränkt werden, so der Rezensent. Nach dem Krieg wurden nur wenige Bemühungen unternommen, die Praxis des Handels mit Raubgut zu beleuchten. Gerade dies würden die Autoren des Bandes kritisieren und außerdem die zu kurze Frist für die Anmeldung von Ansprüchen, die viele Opfer benachteiligt habe. Dem Leser werde außerdem klar, dass die Summe der Rückzahlungen geringer gewesen sei als die Gesamtheit des eingeführten Raubguts. Obwohl der Band große "Qualitätssprünge" aufweise, sei er insgesamt spannend und klar geschrieben. Er stelle nicht nur die historischen Geschehnisse dar, sondern verdeutliche die "Rahmenbedingungen und das Kalkül der Akteure" auf nachvollziehbare Art und Weise, lobt "pra.".
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