Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.08.2002
Etwas "trocken" sei die Lektüre der Erinnerungen des Generalmajors der NVA, Hans-Georg Löffler, nicht minder trocken gestaltet auch der Rezensent mit dem Kürzel "Lz" seine Ausführungen über diesen Band. Immerhin, räumt "Lz" trotz einiger Vorbehalte ein, enthalten diese Memoiren "detaillierte" Einblicke" in die Welt der DDR. Für ältere Generationen seien sie zudem von "erheblichem Wert", weil sie deutlich machten, wie unterschiedlich weltpolitische Kontexte diesseits und jenseits der Mauer wahrgenommen wurden. "Interessant" findet der Rezensent diese Memoiren auch, weil der Autor sich nach dem Ende der DDR nicht "resigniert" zurückgezogen hat, sondern - mit Unterstützung der Bundeswehr - sofort eine Stelle bei der Deutschen Bahn AG bekam. "Lz" jedenfalls findet die Chronologisch gestalteten und detailreichen Erinnerungen des NVA-Mannes Löffler recht lehrreich. In Kauf nehmen müsse der Leser allerdings, räumt "Lz" ein, dass dieses Buch aus "militärischer Optik" geschrieben sei und eine "vertiefte Beurteilung" der NVA als Teil eines totalitären Systems fehle.
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