Am 10. Mai 1940 marschierte die Wehrmacht in das neutrale Luxemburg ein. Das besetzte Land wurde zwangsweise in das System der deutschen Kriegswirtschaft eingegliedert. Im Mittelpunkt des Prozesses stand die bedeutende Montanindustrie. Das Buch zeichnet ein eindringliches Bild der Entwicklung Luxemburgs unter der deutschen Herrschaft. Die Lebensbedingungen der Bevölkerung, der Einsatz von Frauen, Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, die Machtkonflikte zwischen Obersten Reichsbehörden und Zivilverwaltung sind zentrale Themen der Arbeit. Sie schließt eine große Lücke in der Literatur über die deutsch besetzten Länder Europas.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2011
Aufschlussreich findet Gottfried Niedhart diese Studie über Luxemburg während des Nationalsozialismus von Hans-Erich Volkmann. Er hebt hervor, dass der Autor die Vorarbeiten und das Material des 2002 verstorbenen Luxemburger Historikers Emile Krier nutzen konnte. Volkmanns Darstellung der wirtschaftlichen Eingliederung Luxemburgs in die deutsche Kriegswirtschaft scheint ihm insgesamt recht gelungen. Der Autor zeigt seines Erachtens nicht nur den Zusammenhang verschiedener Faktoren dieser Eingliederung - wie die Beschlagnahmung jüdischen Besitzes, Umstrukturierung des Bankensektors oder Organisation des Arbeitsmarkts - auf, sondern auch die Entscheidungsprozesse im "Spannungsfeld von Reichsführung, Gaupartikularismus und Privatwirtschaft" sowie die daraus resultierenden Konflikte.
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