Carol Ann Lee

Otto Franks Geheimnis

Der Vater von Anne Frank und sein verborgenes Leben
Cover: Otto Franks Geheimnis
Piper Verlag, München 2005
ISBN 9783492044776
Gebunden, 494 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Seine Tochter wurde zum berühmtesten Mädchen des 20. Jahrhunderts; bis heute ist das Schicksal der Anne Frank Millionen von Menschen vertraut. Aber wer war Otto Frank? Carol Anne Lee, seit ihrer großen Biographie über Anne Frank als Kennerin ausgewiesen, erzählt, wie Otto Frank (1880 - 1980) im reichen deutsch-jüdischen Bürgertum aufwuchs, nach einer arrangierten Ehe nach Amsterdam zog und dort ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde. Gestützt auf bislang unbekannte Tagebücher Otto Franks vermag sie die Geschcihte der Gefangenschaft im Hinterhaus zu schildern, bis zum bitteren Ende, das ihn als einzigen Überlebenden seiner Familie sah. Das Geheimnis jenes Menschen, der sich aufopferte, um das Vermächtnis der geliebten Tochter zu erfüllen, wird mit dieser fesselnden Biografie endlich gelöst.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2005

Bewegend findet Rezensent Hans-Jürgen Döscher diese Biografie über Otto Frank, Anne Franks Vater, der als einziger seiner Familie die Shoa überlebte und zeit seines Lebens die Öffentlichkeit mied. Die Autorin Carol Ann Lee erzähle darin, wie Frank im deutsch-jüdischen Bürgertum aufwuchs und nach 1933 ein erfolgreicher Geschäftsmann in Amsterdam wurde. Döscher hält fest, dass Lee auf bislang unbekannte Tagebuchnotizen aus der Feder Otto Franks zurückgreifen konnte. So könne sie die Geschichte der Gefangenschaft im Hinterhaus bis zum bitteren Ende der Deportation nachzeichnen. Döscher hebt hervor, dass Lee nicht nur über die dunklen Seiten der vielfach gebrochenen Persönlichkeit Otto Franks Neues zu berichten weiß, sondern auch über die komplizierte Textgeschichte des Tagebuchs von Anne Frank. So habe ihr Vater nach 1945 Passagen geglättet, die ihm allzu intim oder boshaft erschienen. "Wer mehr erfahren möchte über Leben und Schicksal der Familie Frank", resümiert der Rezensent, "dem sei die ungeschminkte Biografie empfohlen".