Von einem Tag auf den anderen ändert sich für den ehemaligen Außenminister der Bundesrepublik Deutschland das ganze Leben. Wenige Monate nach dem Ende seiner Amtszeit erfährt Guido Westerwelle im Frühsommer 2014, dass er lebensgefährlich an akuter myeloischer Leukämie erkrankt ist. Die Ärzte sagen ihm: "Wir müssen sehr bald mit der Chemotherapie beginnen, sonst werden Sie dieses Jahr nicht überleben." Westerwelle hat Glück im Unglück. Unter dramatischen Umständen findet sich ein Stammzellenspender, und er überlebt die Transplantation. Guido Westerwelle schreibt über die schwärzesten Stunden, aber auch über die großen Themen seines Lebens geschrieben. Von der Kindheit im Rheinland, von der Faszination der Politik, von seiner großen Liebe und der harten Prüfung, der sie durch seine Leukämie-Erkrankung ausgesetzt war. Vor allem aber will Guido Westerwelle Kraft und Zuversicht vermitteln: Niemand von uns ist vor Schicksalsschlägen gefeit. Aber wir können dagegen kämpfen, solange wir an uns selbst glauben und die Hoffnung nicht aufgeben.
Rezensent Ijoma Mangold mag den "postpolitischen Westerwelle" lieber als den Profipolitiker. Nach einem Ausflug in seine letzte Amtszeit, der mit etwas Latein und viel Banalitäten aufwartet, kommt Guido Westerwelle auf seine Leukämie-Erkrankung zu sprechen, die ein halbes Jahr nach seinem Rückzug aus der Politik diagnostiziert wurde, berichtet der Rezensent, und schlagartig wandle sich der gesamte Ton der Erzählung zum Besseren. Was Westerwelle da mithilfe des Journalisten Dominik Wichmann erzählt, ist plötzlich "scharf und präzise", staunt Mangold.
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