50 Abbildungen. Aus Tagebuchaufzeichnungen und Briefen, reich illustriert durch zeitgenössische Abbildungen, konnte der in Rom lebende Autor den Weg seines Urgroßvaters aus dem mecklenburgischen Neubukow über London nach Australien und Niederländisch-Indien, dem heutigen Indonesien, nach verfolgen und ebendies kann nun auch der Leser. Waren es zunächst in London und auch noch in Australien Geldnöte, die ein häufiges Schreiben an die in Mecklenburg zurückgebliebenen Brüder veranlassten, gelang Schwabe in Indonesien der wirtschaftliche Erfolg, der ihn 1866 als wohlhabenden Mann nach Deutschland zurückkehren ließ. Es ist kein klassisches Auswanderer-Schicksal, das Carl Friedrich Ernst Schwabe erlebte, aber seine Lebensgeschichte ist ein Mosaikstein im Gesamtbild mecklenburgischer Emigranten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.05.2002
Diese hundertfünfzig Jahre alten Aufzeichnungen über den Exodus eines gewissen Carl Friedrich Ernst Schwabe aus den unauskömmlichen Verhältnissen einer mecklenburgischen Kleinstadt über Australien nach Singapur wurden von einem Urenkel eigentlich nur zum Familiengebrauch herausgegeben, weiß ein F.P. zeichnender Rezensent. Nun aber sei ein "kleines, anrührendes Buch" daraus geworden, das F.P. sichtlich gefesselt gelesen hat. Besonders lobt der Rezensent das Authentische des Berichts eines Mannes, der nicht aus Vergnügen gereist sei, sondern um anderswo eine gesichertere Existenz aufzubauen, als ihm das in seiner mecklenburgischen Heimatstadt offensichtlich möglich war. Schwabe erzähle in seinen Reisebeschreibungen von Gefahren, Krankheit, Tod und viel Pech, teilt uns F.P. voller Anteilnahme mit. Das Original der Aufzeichnungen sei verloren. Dem Rezensenten zufolge sind nur Abschriften erhalten. Urenkel Günter habe diese entziffert und zeitgenössisches Bildmaterial gesammelt, weshalb er für seine Edition hochgelobt wird.
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