Vor fünfhundert Jahren galt Asien als der Mittelpunkt der Welt - zivilisatorisch, technisch, intellektuell. Heute erleben wir den Umbruch eines Kontinents, der sich anschickt, diese Rolle wieder zu übernehmen. China könnte bald die Vereinigten Staaten als größte Wirtschaftsmacht der Welt ablösen, Indien erwacht aus dem Winterschlaf, Japan entwickelt die Zukunftstechnologien, die von Verbrauchern auf der ganzen Welt genutzt werden. Vierzehn Jahre haben die "New York Times"-Journalisten und Pulitzer-Preisträger Sheryl WuDunn und Nicholas D. Kristof in Asien verbracht. Ihre Reportagen aus Japan, Indonesien, Vietnam, China, Pakistan, Korea und Singapur nach der schweren Finanzkrise 1997/98 lassen das lebendige Bild einer Region entstehen, die dem westlichen Beobachter in ihrer Vielfältigkeit oft unverständlich bleibt. Die Autoren beleuchten so unterschiedliche Themen wie finanzielle und wirtschaftliche Infrastruktur, Bildung, Entwicklungen in Wissenschaft und Technik, aber auch wachsenden Nationalismus, Umweltverschmutzung oder Unterdrückung von Frauen und Minderheiten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.03.2002
In ihren Beschreibungen von Asien, in "bester angelsächsischer Tradition" eine Mischung aus Reportage und politischer Analyse, stellt das "preisgekrönte" amerikanische Journalistenpaar Sheryl WuDunn und Nicholas D. Kristof den Menschen, und nicht "Zahlen und Wirtschaftsdaten", in den Mittelpunkt, freut sich Cathrin Kahlweit. 14 Jahre hat das Ehepaar in Asien gelebt, informiert die Rezensentin, ihre Erlebnisse haben sie in drei großen Erzählblöcken - Kolonialismus und Wirtschaftswachstum, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen und schließlich Kultur und Armut - geordnet. Die beschriebenen Begegnungen mit den Menschen findet die Rezensentin "traurig", "skurril", "lehrreich" oder "eindrucksvoll". "Beeindruckend" lautet denn auch Kahlweits Resümee über diese Erinnerungen des schreibenden Ehepaars.
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