Aus dem Englischen von Claudia Feldmann. Robert Twigger entdeckt bei Recherchearbeiten zufällig den Roosevelt-Preis, der demjenigen winkt, der eine zehn Meter lange Pythonschlage lebend fängt. Obwohl der Preis im Wert von 50.000 Dollar seit 1912 ausgeschrieben ist, konnte ihn noch niemand erringen. Twigger macht sich zu einer abenteuerlichen Jagd in die grünen Höllen von Malaysia und Indonesien auf ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.07.2001
Hermann Wallmann bespricht zwei Bücher, die ein gemeinsames Thema haben: Es geht um die Bedeutung der Schlange für das menschliche Leben und Bewusstsein. Und auch wenn der Rezensent den Ausführungen in beiden Bänden nicht gänzlich zustimmt, rühmt er doch die Freiheit des Lesens, auch im Spekulativen dem Geheimnis des Lebens auf die Schliche zu kommen. 1) Jeremy Narby: "Die kosmische Schlange" (Klett-Cotta) Der 1959 in Kanada geborene Ökologe und Anthropologe hat 1985 im peruanischen Regenwald eine interessante Entdeckung gemacht: Bei den Ashaninca lernte er einen Schamanen kennen, der sein Wissen über Heilpflanzen unter dem Einfluss von Halluzinogenen erworben hat. Narby habe das so beeindruckt, dass er einen erkenntnistheoretischen Bewusstseinswandel vollzogen hat, schreibt Wallmann. Wissenschaft sei für Narby seither nicht länger nur das, was in der westlichen Welt erforscht wird, sondern sie zeige sich auch in sämtlichen anderen Kulturen. So könne etwa die Doppelschlange als Sinnbild der DANN stehen. Für Wallmann ist Narbys Interpretation schon interessant, aber doch kühn und "pataphysisch-poetisch" ausgearbeitete Esoterik. Im Zweifel, meint der Rezensent, sei Narby ein begnadeter Erzähler, der mit seinem Buch Impulse setze, "rationale Wissenschaften" auf ihren Absolutheitsanspruch hin zu überprüfen. 2) Robert Twigger: "Schlangenfieber" (Argon) Twiggers Buch ist für Wallmann ein aberwitziger Bericht über die Suche nach der längsten Schlange der Welt, die der Autor in sich selbst gefunden hat. Er hat zwar auch eine Interpretation für die Schlange gefunden, doch die sei ganz anders ausgefallen als die von Narby. Weniger esoterisch komme Twigger zu dem Schluss, der auch das Ende seiner Suche nach der Superschlange markiere: dass sie das sei, was man daraus mache. Sie zu fangen, beweise für Twigger alles - und eben auch nichts.
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