Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke, Gregor Seferens. Was ist aus dem amerikanischen Traum geworden, seit John Steinbeck 1960 die USA gemeinsam mit seinem berühmten Pudel Charley durchquert hat? Dieser Frage folgt der international bekannte Publizist Geert Mak und macht sich dafür selbst auf den Weg durch die Vereinigten Staaten, fernab ausgetrampelter Pfade, quer durch ein Land, das er liebt und zugleich kritisch betrachtet. Meile um Meile dringt er tiefer in das Land und seine Mythen, sein Selbstverständnis, seine Großartigkeit und Zerrissenheit vor. Seine Reise führt ihn von den großen Ostküstenstädten über die Kartoffelacker des Hinterlandes und die Prärie des mittleren Westens bis zum Pazifik. Er trifft Menschen - setzt sich an einen Tisch mit dem Farmer, dem Fabrikarbeiter, dem Fischer, dem Lehrer. Er streift durch die riesigen Malls und die Vororte, und er sucht nach den Wurzeln des Landes, das sich radikal verändert und doch den Glauben an den amerikanischen Traum bewahrt hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.08.2013
Einen Grundkurs USA absolviert Jordan Mejias mit Geert Mak und seinem Amerika-Buch. So hin- und hergerissen, wie der Autor von seinem Reiseland berichtet, scheint der Rezensent von der Lektüre zu sein. Historisch, soziologisch, psychologisch, politisch und kulturell kann ihm Mak die alten Träume und die neuen Desillusionierungen der Staaten zwar unterhaltsam nahebringen. Allerdings liest er nichts sonderlich Neues im Buch. Und dass der Autor zwar mit John Steinbeck als historischem Sozius allerhand literarische Kommentarsarbeit leistet, über die digitale Revolution jedoch kein Sterbenswörtchen verliert, findet Mejias doch etwas unverhältnismäßig.
Eine glänzende Reisereportage erblickt Eva Berger in Geert Maks Buch über die USA, die der niederländische Autor drei Monate auf den Spuren von John Steinbecks berühmten Werk "Travels with Charley" von 1962 bereist hat. In verschiedenen Erzählsträngen, Geschichten, Porträts und Gesprächen verbindet Mak für sie geradezu meisterhaft Vergangenheit und Gegenwart der USA, ihrer Landschaften, Orte, Menschen. Auch die Einbettung der Beobachtungen und Analysen in die Geschichte der Amerika-Reise Steinbecks und das Scheitern dieses Schriftstellers findet Berger sehr gelungen. Sie hebt hervor, dass Maks Diagnose der Gegenwart der USA recht ernüchternd ausfällt. Eine "kulturpessimistische Niedergangsgeschichte" sieht Berger in dem Buch gleichwohl nicht. Ihr Fazit: eine kluge, unterhaltsame und hervorragende komponierte Bestandsaufnahme der USA.
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