Aus dem Niederländischen und mit einem Nachwort versehen von Gregor Seferens. Der Klassiker der niederländisch-flämischen Moderne: die verzweifelte Liebesgeschichte zwischen der kleinen Ondine und der großen Welt; ein Stück europäischer Geschichte als Roman einer Provinzstraße; Epos und Schelmenstück zugleich, in neuer, erstmals vollständiger Übersetzung.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.04.2003
"Wagemutig" findet Dorothea Dieckmann diesen Roman von 1953 und wagemutig findet sich auch den Verlag Luchterhand, der diesen nicht gerade gefälligen flämischen Schriftsteller verlegt. Nach Meinung der Rezensentin bewegt sich dieser Roman zwischen "zwischen politischem Dokumentarismus und ästhetischen Surrealismus". Sie lobt die Vielstimmigkeit der Erzählung, in der mit dem aufkommenden Kleinbürgertum abgerechnet wird. Dieses Milieu ist im Weltbild des Autors von "Selbstverachtung und Aufstiegswillen um jeden Preis" geprägt. Dieckmann bezeichnet das Buch als eine auf mehrere Erzählebenen verteilte "polyphone Klage, die den Sieg des kapitalistisch-militaristischen Prinzips und den Opportunismus der marxistischen Linken beklagt". Die Rezensentin ist vor allem beeindruckt davon, dass es dem Autor bei allem Nihilismus gelingt, "schöpferisch" zu sein und an seinen Idealen festzuhalten.
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