Unter dem Vorzeichen der Frühaufklärung beschäftigt sich Friedrich der Große in seinen philosophischen Schriften mit der Rolle des Fürsten und der Staatsführung sowie mit Fragen der Moral, Humanität und des Fortschritts der Menschheit. Zugleich reflektiert er Probleme des neuen Denkens, das er insbesondere bei den französischen Aufklärungsphilosophen aufmerksam beobachtet und nicht selten vehement kritisiert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.04.2008
Rezensent H. D. Kittsteiner begrüßt die zweisprachige "Potsdamer Ausgabe" der Werke Friedrichs II., die zum dreihundertsten Geburtstag des Preußenkönigs 2012 fertig sein soll und von der nun, als erstes "Probestück", der sechste Band "Philosophische Schriften / Oeuvres philosophiques" vorliegt. Sein Blick auf die Edition fällt allerdings durchaus kritisch aus. Der Aufbau des Bands scheint ihm nicht optimal. Den "Antimachiavel" findet er auf den Seiten 45 bis 259, Informationen über Entstehungsgeschichte und das Editionsprinzip zu diesem Werk aber erst ab Seite 419. Generell moniert er, dass die Fußnoten nicht unten auf der jeweiligen Seite abgedruckt sind, so dass der Leser immer wieder vor- und zurückblättern muss, was gerade im Blick auf die Kommentierung der Texte unpraktisch sei. Den Kommentar hält er überwiegend für "erhellend und weiterführend", die Lektüre der Texte Friedrichs selbst für instruktiv. Dass ihn die Herausgeber zum "französischen Intellektuellen outre Rhin" erklären, verdeckt in seinen Augen die anderen Seiten des Preußen. Aber er ist sich sicher: die Potsdamer Ausgabe wird sie ans Licht bringen.
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