Herausgegeben von Albrecht Beutel, Daniela Kirschkowski und Dennis Prause, unter Mitarbeit von Verena Look und Olga Söntgerath. Das Jugendwerk "Die Bestimmung des Menschen", 1748 erstmals erschienen, wurde ein Bestseller der Aufklärungstheologie. Mit ihm hat Johann Joachim Spalding die um die Mitte des 18. Jahrhunderts einsetzende "anthropologische Wende" entscheidend befördert und das gelehrte Gespräch über den Menschen für ein halbes Jahrhundert, bis hin zu J.G. Fichtes gleichnamiger Schrift von 1800, maßgeblich bestimmt. Mit diesem Band wird der theologischen, philosophischen und literaturwissenschaftlichen Aufklärungsforschung ein zentraler Leittext editorisch präzise und leserfreundlich zur Verfügung gestellt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.04.2007
Sehr erfreut zeigt sich Walter Sparn, dass dieser Klassiker deutscher Aufklärungsphilosophie jetzt wieder greifbar ist - und noch dazu in einer mustergültig edierten Ausgabe. Diese nämlich macht in mehreren Spalten und Teilen die Entwicklung des 1748 erstmals erschienenen, dann aber in insgesamt zehn Neuauflagen bis 1794 immer wieder überarbeiteten Bandes lesbar. Der Autor, Johann Joachim Spalding, war Pfarrer, dann Oberkonsistorialrat in Berlin - und Sparn erkennt in ihm den typisch deutschen, so vernünftigen wie frommen Aufklärer, der von der Orthodoxie kritisiert und von allen gelesen wurde. Mit Lavater war er befreundet, und noch von Fichte und Schleiermacher sehr respektiert. Der Band ist Teil einer kritischen Ausgabe der Werke Spaldings, deren Qualität sich, wie der Rezensent lobt, ständig gesteigert hat.
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