Aus dem Französischen von Judith Klein. Die Moderne hat unseren Blick auf das Hässliche und Böse, die Katastrophen der Geschichte und der Natur gelenkt. Gerade deswegen bleibt das Schöne, wie es jedem begegnen kann, ein Rätsel. Francois Chengs poetische Betrachtungen nähern sich der Schönheit von Kunst und Natur, indem sie die reichen Traditionen der fern-östlichen Philosophie und des abendländischen Denkens zusammenführen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.06.2008
Ganz angetan zeigt sich Florian Welle von den "Fünf Meditationen über die Schönheit" des in Frankreich lebenden chinesischen Schriftstellers, Lyrikers und Kalligraphen Francois Cheng. Den Texten, die die aus einer Reihe von Vorträgen über die Frage nach der "Schönheit für unsere eigene Existenz" entstanden sind, merkt man seines Erachtens ihren mündlichen Ursprung noch an, was er in diesem Fall für einen Vorteil hält, weil sie "frisch und lebendig" wirkten. Dem Rätsel der Schönheit der Natur, des menschlichen Körpers und der Kunst nähere sich der Autor nicht akademisch, sondern "sinnlich wahrnehmend, erzählend, philosophierend". Dabei scheint Cheng sowohl das kulturelle Erbe seiner französischen Wahlheimat wie auch seines Ursprungslandes miteinzubeziehen. Dementsprechend würdigt Welle die Meditationen auch als einen "elegant mäandernden west-östlichen Dialog".
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