Francesco Petrarca

Aufrufe zur Errettung Italiens und des Erdkreises

Ausgewählte Briefe. Lateinisch - Deutsch
Cover: Aufrufe zur Errettung Italiens und des Erdkreises
Schwabe Verlag, Basel 2001
ISBN 9783796511073
Gebunden, 577 Seiten, 44,99 EUR

Klappentext

Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Berthe Widmer. In diesem Band wird ein neuer Versuch vorgelegt, eine deutsche Übersetzung lateinischer Briefe Francesco Petrarcas in einer sinnvollen Auswahl zu bieten. Diese kreist um die Leitgedanken eines literarischen, stark moralisierenden und politisch orientierten Humanismus, der mit einer scharfen Zeitkritik an der Moral der Gesellschaft, an Kaiserreich und Kirche die Forderung nach einer Wiederherstellung hoher Kultur und guter Weltordnung verbindet und als das ewig gültige Ideal das alte Römertum in beinah massloser Verehrung anpreist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.05.2002

Kurt Flasch ist ganz zufrieden mit der Edition einer Auswahl von Petrarcas Briefen. Da der politische Petrarca, wie der Rezensent meint, nahezu unbeachtet geblieben ist, findet er den Schwerpunkt, den diese Auswahl setzt, interessant und überfällig. Er lobt die Übersetzerin Berthe Widmer für ihren "sprachlichen Takt" und die "große Sachkenntnis", mit der sie die Leser in die historischen Gegebenheiten der Zeit zwischen 1347 bis 1365 einführt. Zwar gebe sich in dieser zweisprachigen Ausgabe die Übertragung ins Deutsche mitunter etwas bieder und der lateinische Text sei nicht immer "konsequent" wiedergegeben, räumt Flasch ein, doch das sind seiner Ansicht nach "philologische Kleinigkeiten". "Wesentlich" findet er dagegen, dass nun endlich auch politische Texte Petrarcas leicht zugänglich sind.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.02.2002

Thomas Kling begrüßt die Neuedierung der Briefe Petrarcas und findet sie im Großen und Ganzen auch gelungen. Ausdrücklich lobend weist er auf die Zweisprachigkeit der Ausgabe hin und auch das Register und die Kurzbeschreibungen der Briefadressaten finden seinen Beifall. Wenn er etwas auszusetzen hat, dann ist es der Tonfall der deutschen Übersetzung, der ihm mitunter zu "laff" und zu "kanzleimäßig" erscheint. Dass die Briefauswahl sich allerdings auf den politischen Briefeschreiber beschränkt und deshalb poetologische Auslassungen, wie den berühmten Brief über die Besteigung des Mont Ventoux auslässt, findet er gerechtfertigt. Dadurch würde der Leser "neue Seiten" an dem italienischen Schriftsteller kennenlernen, der zu einer der bedeutendsten Stimmen seiner Zeit gehöre, so der Rezensent angetan.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.09.2001

Prädikat: wertvoll. So das Fazit des Rezensenten. Hanno Helbling hat sich vom Poeta laureatus und seinen "anrührend-zwiespältigen Zeugnissen", seiner Begeisterung und seiner Enttäuschung über den Tribunen Cola di Rienzo, seiner Polemik gegen die Kurie in Avignon und seiner Auseinandersetzung mit Karl IV. mitreißen lassen. Das Lob des Rezensenten gilt der übersetzerischen Arbeit der Herausgeberin und dem Inangriffnehmen eines Projekts, das zumindest teilweise (die 19 Briefe des gegen die Kurie gerichteten "Liber sine nomine"), wie es heißt, seit der Edition durch Paul Piur 1925 nicht wieder angegangen wurde.