Mit 320 Farbfotos. Francesco Petrarca (1304-1374) - neben Dante und Boccaccio einer der Tre Corone von Florenz - gilt als der erster frühneuzeitlicher Humanist. Sein weltberühmter "Canzoniere", der Gedichtzyklus auf das Leben und den Tod der Madonna Laura, zählt zur berühmtesten Liebeslyrik des Abendlandes. Dem Bild seiner Seele und seines Geistes gilt es ein weiteres zur Seite zu stellen: das einer imaginierten und idealisierten Physiognomie. Mit dem aufkeimenden Bewusstsein für das Individuum und einem sich daraus zunehmend entwickelnden Repräsentationsbedürfnis zeigen schon die frühen Porträts Petrarca als eine herausragende Persönlichkeit seiner Epoche. Je nach Rezeptionslage seiner Werke entstehen im Laufe späterer Jahrhunderte die unterschiedlichsten Darstellungen in Miniaturen, Buchdruck und Grafik, auf Münzen und Medaillen oder als Denkmäler und Skulpturen. Der vorliegende Band ist die erste Monografie zum Bildnis Petrarcas und seiner im Laufe der Jahrhunderte erfolgten Varianten. Die Auswahl der Porträts und die begleitenden Texte schaffen eine reich bebilderte Anthologie, die für den allgemein Interessierten ebenso wie für die Fachwelt Einblick gibt in das Bild Petrarcas im Spiegel seiner Persönlichkeit, seines Nachruhms und seiner Wirkungsgeschichte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2018
Rezensent Andreas Platthaus folgt den Spuren Petrarcas durch die europäische Literatur- und Kunstgeschichte mit diesem von Reiner Speck und Florian Neumann herausgegebenen Bildband. Unter anderem verfolgen die Herausgeber per Text und Bild die Entstehung und Entwicklung einer der gängigsten Petrarca-Darstellungen und dokumentieren die Rezeption des Troubadour-Dichters, erläutert Platthaus. Begeistert zeigt er sich von Hanna Christine Jacobs im Band enthaltener Behandlung der Begleitillustrationen zu Petrarcas Werken mit dem Dichter selbst im Zentrum. Wie Petrarca ausgesehen hat, vermag Platthaus auch nach dieser Lektüre nicht zu sagen, aber wie ihn die Zeichner sehen wollten, davon kann er sich jetzt ein Bild machen.
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