Die Geschichte der Lyrik wird begleitet von emblematischen Figuren, mit denen sich der Dichter oder die Dichtung selbst identifizierte. Eine der beliebtesten ist der Schwan. Michael Jakob untersucht in seiner großen Studie, wie sich das lyrische Ich im Zeichen des Schwans gebildet und entwickelt hat, von der Antike zu Petrarca, von Hölderlin zu Baudelaire, von Paul Celan zu André du Bouchet.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.06.2001
Dem literarischen Motiv des Schwans in der Lyrik geht der Komparatist Michael Jakob in seinem Buch nach. Als Mythos, der den Schwan zum Sinnbild der Poesie macht, taucht er bei Horaz auf, ein wichtiger Schwerpunkt ist die Interpretation eines von Paul Celan in der Sammlung "Lichtzwang" veröffentlichten Gedichts. Hier ist der Mythos vom Dichter-Schwan als lyrische Selbstreflexion an einen Endpunkt gelangt, an dem nur noch die "Affirmation in Form einer defigurierten Emblematik" möglich ist. Der Rezensent Wolfgang Lange geht in seiner ausführlichen Besprechung referierend ins Detail und ist regelrecht begeistert von diesem Buch, lobt die "luziden Einsichten", die "Fülle an Materialien" und kommt zu dem Schluss: "Ein Muster an Gelehrsamkeit alten Stils".
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