Jürgen von Stackelberg, Romanist und Komparatist, ist Experte der literarischen Übersetzung in Theorie und Praxis, vor allem im Blick auf die romanischen Literaturen - ein Problemfeld, mit dem er sich seit den Anfängen seiner wissenschaftlichen Laufbahn immer wieder intensiv auseinandergesetzt hat. Aus seinem reichhaltigen Erfahrungswissen präsentiert er in der vorliegenden Publikation prägnante und anschauliche Beispiele für Probleme der literarischen Übersetzung, insbesondere anhand von ausgewählten Fallbeispielen aus der Romania. Ob Tacitus, Rabelais, Voltaire, Baudelaire, Petrarca, Diderot oder Cervantes, stets versteht es der Autor auf die Kernprobleme beim Übersetzen der weltliterarischen Werke hinzuführen und die Aufmerksamkeit der Leser, textnah argumentierend, auf systematische Grundfragen zu lenken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2013
Gewinn zieht Werner von Koppenfels aus diesem Buch aufgrund der Personalunion von Philologie, Kritik und Übersetzungserfahrung, die der Romanist Jürgen von Stackelberg in seinen Augen darstellt. Als generösen Kritiker mit nuancierten Urteilen bezeichnet Koppenfels den Autor, ob der nun Lyrikübersetzungen von Celan oder George oder Klassikerübertragungen wie Simon Werles Racine oder Elisabeth Edels Stendhal unter die Lupe nimmt. Überhaupt der Überblick dieses Gelehrten über die romanischen Sprachen und Literaturen! All die großen Autoren zeigt der Autor dem Rezensenten im Dialog mit ihren Übersetzern, geordnet nach Epochen und Zeiten. Dass er dabei auch auf Grundprobleme der Übersetzungsarbeit hinweist, dankt der Rezensent ihm.
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