Lisa Jardine macht klar, dass Handel, Wettbewerb und Kommerz die Dinge sind, die schon in der Renaissance die Welt am Laufen hielten.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 09.12.1999
Volker Reinhardt lässt sich nicht die Gelegenheit nicht entgehen, Lisa Jardines Versuch, der Renaissance neue Facetten abzugewinnen, ordentlich "durch den Kakao zu ziehen". Dabei listet er Jardines "bemerkenswerte Enthüllungen" nicht ohne Ironie auf: misslungene Begriffsinterpretationen, Fehler bei zeitlichen Zuordnungen ("um ein weniges (circa 250 Jahre) zu früh datiert") und fragwürdige Neuigkeiten über zahlreiche Persönlichkeiten der Zeit. Am meisten stört sich Reinhardt jedoch daran, dass Jardine ihr Augenmerk fast ausschließlich auf die Themen Geld und Glamour richtet. Anders als die "pedantischen Federfuchser-Gelehrten" ist Jardine nämlich der Ansicht, dass die Renaissance von "Big Business" und frühen "Shareholder-Value"-Ideen geprägt ist. Abschließend freut sich Reinhardt schon darauf, dass sicher bald "Verona Feldbusch ein Magazin über die Offizien moderieren wird".
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