Eberhard Roters (1929-1994) war Präsidialsekretär und später Direktor der Abteilung Bildende Kunst der Akademie der Künste in Berlin. 1975 gründete er die Berlinische Galerie, deren Direktor er von 1976-1987 war. Die Anthologie versammelt Essays, Gedichte, Briefe und Texte zur Kunst und Kultur, die Eberhard Roters in über vier Jahrzehnten verfasst hat. Ausgewählt wurden die Texte nach dem "Prinzip Collage", das dem Denken des Kunstvermittlers eigen war. So findet der Leser neben biografischen Textdokumenten wie der "Zwingerserenade" konzeptionelle Überlegungen zu seinen heute legendären Ausstellungen, Assoziationen zu Dada, zu Hannah Höch, zu Kurt Schwitters, ganz aktuelle Reflexionen über das "Krankheitsbild Deutsche Einheit" und nicht zuletzt über die Rolle des Ausstellungsleiters als Entertainer.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.06.2000
Recht angetan zeigt sich der Rezensent mit dem Kürzel "zlg" von dieser "anregenden, facettenreichen, in jeder Hinsicht kompetent gestalteten Publikation". Es scheint, als werde dieser Band der herausragenden Bedeutung Roters als Kunsthistoriker und Ausstellungsmacher vollauf gerecht. Dass die Beiträge nach Art einer "Collage" zusammen gestellt wurden, findet "zlg" nur konsequent. Dies entspreche "dem Denken dieses außergewöhnlichen Kunsthistorikers".
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